Ambulanter Pflegedienst Beckmann & Behrens GmbH

Warum uns Fort- & Weiterbildung so wichtig ist: Die Palliativpflege.

Bakum, Mai 2020. Krankheit, Sterben und Tod - sich tagtäglich mit diesen Themen auseinanderzusetzen, ist nicht einfach. Ganz im Gegenteil: Die Pflege von chronisch kranken und sterbenden Menschen stellt eine besondere Herausforderung dar.

Deshalb haben wir uns mit einer Weiterbildung im Bereich der Palliativpflege dazu entschieden, unsere MitarbeiterInnen entsprechend zu spezialisieren.

Ziel ist es, alles Notwendige zu lernen, um unseren Patienten einen würdevollen letzten Lebensabschnitt zu ermöglichen und sie selbst gleichzeitig bestmöglich auf jene Situationen vorzubereiten. „Schon jetzt bemerken wir eine seelische und emotionale Stärkung“, berichtet die Geschäftsführerin Frau Beckmann begeistert von den ersten Einheiten der Palliative Care-Schulung, und Mitarbeiterin Frau Erika Pfaff erklärt: „Ich habe viele Ängste im Umgang mit Sterbenden verloren und Sicherheit in Gesprächen mit den Angehörigen gewonnen.“

Die Palliativpflege versteht den Tod als natürlichen Prozess, der weder beschleunigt noch aufgeschoben werden soll. Zu ihren Hauptaufgaben zählen dementsprechend vor allem die Linderung von Schmerzen und Beschwerden, aber auch die psychische Betreuung von Patienten und deren Angehörigen.

Dem entsprechend wurden die MitarbeiterInnen unter anderem bereits in Kinästhetik-Einheiten geschult oder auch auf den „Umgang mit Sterbenden“ vorbereitet. Dabei hätten ihre Pflege- und vor allem Hauswirtschaftskräfte, die laut Frau Beckmann auch sehr häufig seelsorgerische Gespräche mit Angehörigen führen, praktisches Handwerkszeug erlernt. „Überhaupt ist alles sehr praxisnah.“

So auch die ebenfalls inbegriffenen Resilienz-Schulungen. „Die haben uns sehr sensibilisiert und weiterentwickelt“, berichtet Frau Beckmann und erklärt: „Es ist enorm wichtig, bei dieser besonderen Art der Betreuung auf sich selbst aufzupassen.“ Unter anderem hätten sie gelernt, mit ihren Ängsten umzugehen. Aber auch die Fähigkeit, den Beruf am Ende des Tages hinter sich zu lassen und die Arbeit nicht mit nach Hause zu nehmen, wurde thematisiert – „Genau so erging es mir: ich spürte immer diese seelische Belastung und habe auch im Feierabend nicht losgelassen“, berichtet Pflegekraft Frau Barbara Reinke.

Bis August dieses Jahres werden die Schulung dauern. Die kleinen, über knapp ein Jahr verteilten Einheiten sind gewollt, damit die MitarbeiterInnen sie neben ihrer täglichen Arbeit gut wahrnehmen können.

Auf dem Lehrplan stehen dabei unter anderem noch Kommunikations-Schulungen. „Diese funktioniert eigentlich schon recht gut, aber man kann immer noch etwas verfeinern – auch, was den Umgang untereinander angeht“, erklärt Frau Beckmann, während  Frau Erika Pfaff hofft, dass sie beim Kommunikationstraining „ein noch besseres Verständnis für meinen Gegenüber entwickeln kann“. Dadurch werde es einfacher, aufeinander zuzugehen, sind sich Frau Pfaff und Frau Reinke einig. Apropos: Das Zueinander finden und Miteinander ziehe sich durch den gesamten Palliative Care-Kurs, bemerkt Frau Beckmann.

„Es wird zusammen Seite an Seite geweint, sich getröstet, gesprochen und zugehört – das stärkt jeden Einzelnen und unseren Teamzusammenhalt.“